++ DAS REGIE-NETZWERK IST JETZT DAS NETZWERK REGIE ++ 
 

WER WIR SIND

Nach reiflicher Überlegung und Abwägung hat das Kernteam des regie-netzwerks beschlossen, das Netzwerk in seiner jetzigen Form – als Geschwisternetzwerk im ensemble-netzwerk – aufzulösen und in eine eigen-ständige Organisationsstruktur zu überführen: den Verein „Netzwerk Regie“.

Trotz nach wie vor großer Schnittmengen in inhaltlichen Anliegen sind wir im Kernteam des regie-netzwerks davon überzeugt, dass eine Ausdifferenzierung und Profil-schärfung zum jetzigen Zeitpunkt von Vorteil ist. Wir möchten berufsspezifischer für euch und uns arbeiten, verstärkt autonomer agieren und die Bedürfnisse Soloselbstständiger stärker in den Fokus kulturpolitischer Arbeit rücken – gerade inmitten all der Transformationsprozesse, in denen nunmehr auch die Theaterwelt steckt, bei gleichzeitig drohenden Haushaltskürzungen in Kommunen wie Ländern.

Eine eigene Vereinsstruktur erleichtert nicht zuletzt auch die Akquise, Verwaltung und Verwendung von externen Mitteln für Wissenstransfer und die berufsspezifische Qualifizierung unserer Mitglieder.

Auch in der neuen Struktur soll weiterhin solidarisch mit allen Netzwerken, die sich unter dem Dach des ensemble-netzwerks versammeln, sowie weiteren Initiativen und Akteur*innen der Darstellenden Künste zusammen-gearbeitet werden.

KODEX REGIE

Verbesserungen der Verhältnisse im bestehenden Theatersystem können, sollen und müssen nicht nur von den Theaterleitungen und der Kulturpolitik ausgehen. Vieles liegt in unserem eigenen Arbeits-, Verantwortungs- un Wirkungsbereich.                                     ...mehr

ZUKUNFTS ABC

Regie ist ein anspruchsvoller künstlerischer Leitungsberuf, verbunden mit großer Verantwortung und intensivem Zeitaufwand. Ziel des Netzwerk Regie ist, dass kreative Auseinandersetzungen und künstlerische Umsetzungen die Hauptrolle auf und hinter den Bühnen spielen. Gemeinsam mit anderen Theaterverbänden, Netzwerken und Gewerkschaften arbeiten wir an gerechteren Strukturen, guten Arbeitsbedingungen und fairen Honoraren, auf die auch selbstständig an Theatern beschäftigte Künstler*innen ein Recht haben.

MUSTERWERKVERTRAG

Gemeinsam mit dem Bund der Szenografen e.V. arbeitet das Netzwerk Regie momentan an einer Neufassung des Werkvertrags für Regie und Ausstattung. Wir empfehlen diesen Vertrag künftig als Verhandlungsgrundlage  zu nutzen.

HONORARE

Seit einem Jahr gibt es unseren Verhandlungsleitfaden, darüberhinaus bauen wir gemeinsam mit unseren Mitgliedern eine anonyme Honorardatenbank auf, die den Mitgliedern exklusiv zur Verfügung steht.  So ist es möglich, sich über Regiehonorare an deutschsprachigen Theatern zu informieren und sich bei Fragen dazu beraten zu lassen.
Hier per email Informationen anfordern!

BERATUNG

Mitglieder des Netzwerks Regie können sich jederzeit bei Fragen und Problemen an uns wenden. Auch wenn wir keine Jurist*innen und Steuerberater*innen sind, unterstützen und vermitteln wir gerne.
Schreib uns einfach eine email!

 



+++ AKTUELL +++

Gute Neuigkeiten: Der Deutsche Bühnenverein und die Gewerkschaften Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (GDBA) , Vereinigung deutscher Opern- und Tanzensembles e. V. - VdO und Bundesverband Schauspiel e.V. haben sich geeinigt. Die Mindestgage (bisher 2.000 Euro) wird in zwei Stufen erhöht: ab dem 01. September 2022 auf 2.550 Euro und ab dem 01. Januar 2023 auf 2.715 Euro. Ebenso werden Gastgagen entsprechend erhöht und steigen damit um mehr als 35 Prozent. Darüber hinaus wird die Mindestgage ab den Tarifrunden 2023/2024 dynamisiert. So ist sichergestellt, dass sich diese genauso wie die übrigen Gagen und Gehälter an den Bühnen linear entwickelt. Zur Pressemitteilung https://cutt.ly/mKGNoW1

Wir freuen uns über diesen wichtigen Schritt in Richtung fairer Bezahlung, fordern aber gleichzeitig die Rechtsträger auf, die Kosten der Gagenerhöhungen und ihre Dynamisierung auszugleichen, damit die faire Bezahlung der fest- und hybridbeschäftigten Kolleg*innen an den öffentlich geförderten Theatern nicht zu prekärer Bezahlung bei den solo-selbstständigen Künstler*innen, sowie zu Stellenabbau im künstlerischen Bereich und Auftragsrückgängen führt!

Die Einigung bei den Künstler*innengagen ist ein zentraler Schritt in Richtung fairer Arbeitsbedingungen in den darstellenden Künsten. Für uns ist sie auch Grundlage neuer Empfehlungen für Honoraruntergrenzen: Anfänger*innen im Bereich Regie sollten für eine reguläre Inszenierung mindestens 8.145 €* erhalten, nach 2-Jahren Berufstätigkeit sollte das absolute Minimum für eine reguläre Regiearbeit bei 8.745 €* liegen.

*Wir orientieren uns dabei zunächst an tariflich vereinbarten Mindestgagen, ohne das Risiko der Selbstständigkeit und die Verantwortung, die sich aus einer Leitungstätigkeit ergibt in die Berechnungen einzubeziehen. Natürlich müssen auch diese Honoraruntergrenzen dynamisch an eine steigende Mindestgage angepasst werden. Unter einer regulären Produktion verstehen wir eine Arbeit mit einer durchschnittlich 6 wöchigen Probenzeit und üblichen 6 Wochen Vorbereitungszeit.